Pressemitteilung

28. April 2010

Lekkerland Schweiz weiterhin auf Erfolgskurs

Der Wachstumskurs der vergangenen Jahre hat sich für die Lekkerland (Schweiz) AG auch in 2009 fortgesetzt. In 2009 wurde ein Umsatz von 273 Mio. EUR (412 Mio. CHF) erreicht. Dies entspricht einer Steigerung um 12,8 Prozent (währungsbereinigt 7,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Dabei wirkten sich vor allem der kontinuierliche Ausbau der Zusammenarbeit mit bestehenden Kunden sowie die Gewinnung von Neukunden positiv auf das Geschäft aus. So wurden neben der langfristigen Verlängerung von Belieferungsverträgen mit Mineralölgesellschaften sehr erfolgreich freie Regionalkunden, wie beispielsweise Kioske hinzugewonnen.

„Mit der konsequenten Weiterentwicklung unserer temperaturgeführten Sortimente folgen wir den Bedürfnissen unserer Kunden und der zukünftigen Entwicklung des Shopgeschäftes. Diese Strategie werden wir auch weiter verfolgen“ so Andreas Jiménez, Geschäftsführer von Lekkerland Schweiz. Im Jahr 2010 wird ein weiterer Schwerpunkt auf der Entwicklung und Vermarktung von zusätzlichen Dienstleistungen für Shopbetreiber liegen. So erbringt Lekkerland bereits heute umfangreiche Merchandising- und Marketingdienstleistungen für seine Kunden.

Lekkerland Schweiz beschäftigt 125 Mitarbeiter und beliefert 1.100 Kunden aus einem Logistikcenter in der Schweiz.

Lekkerland Gruppe: Mit der „Agenda for Growth“ richtig aufgestellt
Die Lekkerland AG & Co. KG hat ihren Umsatz im Jahr 2009 um 3,5 Prozent auf 12,0 Mrd. Euro gesteigert. „Vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Europa sind wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden“, erläutert Christian Berner, Chief Executive Officer (CEO) der Lekkerland Gruppe. „Wir haben im Rahmen unserer Agenda for Growth frühzeitig auf die Kaufzurückhaltung der Verbraucher in den von uns belieferten Kanälen reagiert. Dadurch konnten wir 2009 die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf unser Geschäft begrenzen.“ Der Absatz von Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren war europaweit rückläufig. Durch frühzeitige Massnahmen und Kostenoptimierungen konnte das EBIT um 3,7 Prozent auf 85 Mio. Euro verbessert werden.

Massnahmen im Geschäftsjahr 2009
Im Rahmen der ersten Säule der Agenda for Growth – Wachstum in bestehenden Kundensegmenten – hat die Lekkerland Gruppe 2009 ihre professionellen Beratungsleistungen im Bereich Category Management weiter ausgebaut. Durch den Einsatz eines neuen Customer Relationship Management (CRM) Systems konnte die Beratungsleistung durch die Lekkerland Aussendienstmitarbeiter weiter optimiert werden.
Das Wachstum in neuen Sortimentsbereichen – dies ist die zweite Säule der Wachstumsstrategie – wurde durch die Aktivitäten der 2008 gegründeten Division Lekkerland Food Intelligence sowie durch eine verstärkte Fokussierung auf die Lekkerland Eigenmarken erreicht. Weitere Massnahmen waren die Einführung innovativer Produkte im Bereich Electronic Value (e-va)/Sonstiges sowie gezielte Verkaufsförderungsmassnahmen, mit denen wir unsere Kunden unterstützt haben.

Prozessoptimierung im Geschäftsjahr 2009
In Deutschland wurde im Geschäftsjahr 2009 beispielsweise der Vertrieb neu strukturiert, um eine effizientere Kundenbetreuung zu ermöglichen. „Wichtig war für uns, unsere Qualität trotz der Kosteneinsparungen zu halten oder sogar noch zu steigern“, erklärt Christian Berner. „Dieses Ziel bildet den Kern der Lekkerland Agenda for Growth.“ In diesem Rahmen wurden 2009 Teile der IT an den externen Partner Atos Origin ausgelagert, um Lekkerland noch flexibler aufzustellen.
Auch die Einführung der Tourenplanungssoftware PTV Intertour diente diesem Ziel. Mit Hilfe dieser Software werden die vorhandenen Aufträge unter Berücksichtigung individueller Kundenanforderungen, Fahrzeugkapazitäten oder Standzeiten optimal auf die Lieferrouten verteilt. Die Einführung von PTV Intertour ist in der Schweiz und in Tschechien bereits vollständig abgeschlossen und wird in Deutschland Mitte 2010 abgeschlossen sein.

Geschäftsentwicklung:

  • Umsatz in Deutschland stabil
  • Umsatz im Segment Restliches Westeuropa erstmals über vier Mrd. Euro
  • Osteuropa von der Krise betroffen

Im Jahr 2009 wurden mit einem Umsatz in Höhe von 6.720 Mio. Euro im Segment Deutschland 56 Prozent des Gesamtumsatzes der Lekkerland Gruppe erzielt. Der Umsatz in Deutschland liegt 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert und bleibt somit stabil.
Im Bereich Tabakwaren konnte im Vergleich zum Vorjahr der Umsatz um 2,5 Prozent auf 5.438 Mio. Euro gesteigert werden. Im Produktsegment Zigarette konnte Lekkerland Deutschland im Vergleich zum Tabakwaren-Gesamtmarkt ein deutliches Absatzplus verzeichnen.
Die Umsätze im Bereich Food/Non-Food sanken im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 Prozent auf 1.212 Mio. Euro. „Hier wirkten sich einerseits die Insolvenzen im Kaufhaus- und Warenhausbereich aus. Aber auch die Kaufzurückhaltung der Verbraucher in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise hat den Umsatz mit einem mehrstelligen Millionenbetrag belastet“, so Christian Berner.
Im Bereich Electronic Value (e-va)/Sonstiges konnten die Umsatzprovisionen mit 70 Mio. Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden. Dem steigenden Wettbewerbsdruck begegnete Lekkerland durch die Erweiterung des Sortiments um zusätzliche innovative Produkte, wie beispielsweise unterschiedliche Geschenkkarten von Retailo. Insgesamt umfasst das e-va-Produktportfolio in Deutschland 24 Produkte aus den Bereichen Prepaid-Guthaben, Internet Payment und Geschenkgutscheine.

Im Segment Restliches Westeuropa (Niederlande, Belgien, Spanien, Österreich, Schweiz) stieg der Umsatz 2009 um 14,5 Prozent und übertraf damit erstmals die Marke von vier Milliarden Euro.
Der Bereich Tabakwaren verzeichnete einen Umsatzanstieg von 17,4 Prozent auf 3.346 Mio. Euro, die Umsätze im Bereich Food/Non-Food stiegen um 4,2 Prozent auf 941 Mio. Euro. Die Umsätze im Bereich Provisionen auf Electronic Value (e-va)/Sonstiges erhöhten sich um 38,9 Prozent auf 50 Mio. Euro.
„Die positive Umsatzentwicklung im Segment Restliches Westeuropa ist vor allem auf den Rückzug verschiedener Wettbewerber und eigene Kundengewinne in den Niederlanden zurückzuführen“, erklärt Christian Berner. Zudem konnte die Landesgesellschaft in Österreich im Geschäftsjahr 2009 erstmals ein positives Ergebnis erreichen. „Das ist vor dem Hintergrund insgesamt schwieriger Rahmenbedingungen besonders erfreulich“, betont der Lekkerland CEO.

Das Segment Osteuropa (Tschechien, Ungarn, Rumänien, Polen) war im Geschäftsjahr 2009 am stärksten von der Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen. Der Umsatzrückgang um 12,8 Prozent auf 943 Mio. Euro ist insbesondere durch den Währungskursverfall in den osteuropäischen Ländern bedingt, der sich 2009 in noch grösserem Umfang fortgesetzt hat. Bereinigt um diese Währungseffekte konnte der Umsatz im Segment Osteuropa leicht um 0,2 Prozent gesteigert werden.
Die Entwicklung der Tochtergesellschaft in Ungarn blieb hinter den Erwartungen zurück und wurde durch die Wirtschafts- und Finanzkrise zusätzlich beeinträchtigt. Die Lekkerland Gruppe hat daher zu Beginn des Jahres 2010 die ungarische Landesgesellschaft verkauft.
„Osteuropa war am härtesten von den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen“, erklärt Christian Berner. „Dennoch sehen wir in unseren osteuropäischen Landesgesellschaften generell Potenzial. Das zeigen auch die bisherigen positiven Entwicklungen im laufenden Geschäftsjahr.“

Agenda for Growth bestimmt auch künftig Entwicklung der Lekkerland Gruppe
Auch wenn sich derzeit die Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung mehren, lässt sich derzeit keine verlässliche Prognose über die weitere Geschäftsentwicklung treffen. „Mit unserer Wachstumsstrategie Agenda for Growth waren wir in der Vergangenheit gut aufgestellt, um die Herausforderungen bei den gegebenen schwierigen Marktbedingungen zu meistern“, erläutert CEO Christian Berner. „Deshalb werden wir auch weiterhin wie geplant an dieser Strategie festhalten und sie weiter vorantreiben. Auch in Zukunft stehen alle Massnahmen und Aktivitäten stets unter unserem Leitsatz ‚Kunden erfolgreich machen’.“

Convenience-Forschung fliesst in strategische Ausrichtung ein
2008 wurde der Lekkerland Stiftungslehrstuhl an der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel gegründet. Die Forschungsergebnisse des Stiftungslehrstuhls für Convenience & Marketing fliessen in die strategische Ausrichtung des Convenience-Grosshändlers ein. Zu Beginn des Jahres 2010 präsentierte Lekkerland die zweite Studie der Reihe „Convenience in Europa“. Diese untersuchte in Deutschland, Österreich und in der Schweiz wie, wann, wo und was unterwegs gegessen wird. „Die Forschungsergebnisse zeigen uns, welche Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher hat. Dieses Wissen ist für uns besonders wichtig, um unseren Kunden die richtigen Produkte und Konzepte anbieten zu können“, erläutert Christian Berner die Bedeutung des Lehrstuhls für das Unternehmen.

Kurzprofil Lekkerland Gruppe
Lekkerland beliefert in zehn europäischen Ländern zirka 131.500 Tankstellenshops, Kioske, Convenience-Stores, Fast-Food-Ketten, Tabakwarenfachgeschäfte, Getränke-fachmärkte, Kaufhäuser, Lebensmittelmärkte, Bäckereien und Kantinen mit einem Vollsortiment aus Süsswaren, Getränken, Snacks, Convenience-Sortimenten, Eis, Tiefkühlkost, Frische-Produkten, Tabakwaren, Telefonkarten und Non-Food. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2009 einen Umsatz von 12,0 Mrd. Euro.

Kontakt

Andreas Jiménez
Lekkerland (Schweiz) AG
Industriestrasse 1
5505 Brunegg
Tel.: +41 62 887 47 17
Fax: +41 62 887 47 85
E-mail: andreas.jimenez@lekkerland.ch
www.lekkerland.ch


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